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- Die zehn Gebote
Die zehn Gebote im Umgang mit chronischen Schmerzen
- Verlasse die Opferrolle und bleibe aktiv
Du bist mehr als dein Schmerz: Triff jeden Tag kleine, aktive Entscheidungen (Bewegung, Kontakte, Tagesstruktur), statt dich vom Schmerz nur bestimmen zu lassen. - Verstehe deinen Schmerz
Informiere dich darüber, wie Schmerzen entstehen, welche Ursachen bei dir infrage kommen und warum chronischer Schmerz „eigene Kreise“ zieht. - Nutze Medikamente klug und sparsam
Nimm nur solche Medikamente regelmäßig, die nachweislich helfen, und zwar in der niedrigsten wirksamen Dosis in Absprache mit deinem Behandlungsteam. - Stärke deine eigene Kompetenz
Lerne deinen Körper, deine Erkrankung und Zusammenhänge zwischen Belastung, Stress, Schlaf und Schmerz kennen, werde Expertin oder Experte in eigener Sache. - Behalte das Ganze im Blick
Schaue nicht nur auf den Körper, sondern auch auf Stimmung, Stress, Beziehungen, Arbeit und Sinnfragen, denn all das beeinflusst deinen Schmerz. - Übernimm Eigenverantwortung
Warte nicht nur auf „die eine“ Therapie, sondern beteilige dich aktiv, halte Absprachen ein, übe zuhause weiter und triff Entscheidungen bewusst mit. - Akzeptiere die Erkrankung, ohne aufzugeben
Akzeptanz heißt: anerkennen, dass der Schmerz da ist und trotzdem das eigene Leben gestalten, statt nur gegen den Schmerz zu kämpfen. - Lerne Entspannung und innere Ruhe
Übe regelmäßig Entspannungsverfahren (z.B. Atemübungen, Meditation, Muskelentspannung), denn Heilung und Regeneration brauchen Ruhephasen. - Trainiere Körper und Seele regelmäßig
Stärke gezielt deine körperlichen Schwachstellen (z.B. Rücken, Gelenke) und deine seelische Widerstandskraft durch Ausdauertraining und seelische „Fitness“ (z.B. Gespräche, Achtsamkeit). - Achte auf Balance, Früherkennung und Vorbeugung
Sorge für guten Schlaf, Pausen und Urlaub und suche bei neuen oder zunehmenden Schmerzen frühzeitig fachkundige Hilfe, um eine weitere Chronifizierung zu verhindern.